Der Egidienchor Nürnberg ist ein aus ca. 30 Sängern bestehender Kammerchor, der sich Werken aus verschiedenen Jahrhunderten widmet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Literatur der Renaissance und des Früh- und Hochbarock. Besonders die Frage der historischen Stimmungen spielt für die Erarbeitung dieser Epochen eine große Rolle. Werke aus der Renaissance und des Frühbarocks werden auch solistisch besetzt.
Ein weiterer Akzent in der Chorarbeit wird durch die Erarbeitung zeitgenössischer Werke gesetzt, die sowohl in Konzerten als auch Gottesdienstprogrammen eine wichtige Rolle spielen.
Die Aufführung der Marienvesper 2005 wurde von der Nürnberger Presse als „spektakulär“ und als „Höhepunkt der eben begonnenen Nürnberger Konzertsaison“ gefeiert, die Leistung des Egidienchores bei Schuberts Es-Dur Messe 2006 als „atemberaubend“ bezeichnet. Bei der szenischen Aufführung von Händels Oratorium „Saul“ 2007 wurde dem Chor eine "beeindruckende Leistung“ bescheinigt und bei Mozarts c-moll Messe 2008 die "atemberaubende Klangfülle" des Chores genannt. Bei Bachs h-moll Messe 2009 wurden die solistischen Fähigkeiten von Egidienchorsängern als Glanzpunkte besonders hervorgehoben sowie die Stimmgewalt des Chor als eindrucksvoll geschildert. Zur Wiedergabe von Händels "Israel in Egypt" 2010 schrieb die Presse: "Allen Respekt, wie der zu beiden Seiten des Kirchenareals postierte Kammerchor St. Egidien diese affektgeladene Bildhaftigkeit und explosive Deklamatorik meisterte. Der akkurat einstudierte Chor stand dem Orchester in puncto sauberer Intonation, Frische und stets schlanker Balance in nichts nach." Über die Aufführung des Brahms-Requiem mit Tanz äußerte sich der Kritiker der NZ: "Dank der Sensibilität des glänzend präparierten Egidienchors und Strahlkraft der Solisten hinterließ das Egidien-Projekt einen durchwegs positiven Eindruck."
Konzertreisen führten den Chor nach Graz, Nottingham und Glasgow. Im April 2012 wurde der Egidienchor als erster deutscher Chor zum Osterfestival nach Moskau eingeladen.
Der Egidienchor wird von der Egidier Kirchenmusikerin Pia Praetorius geleitet.